Unsere Vögel am Waldhaus im Schönberger Forst (Teil 1)

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Seit der ersten dichten Schneedecke wird das Vogelhäuschen im Waldhaus des Naturerlebnispfades im Schönberger Forst bei Lauf an der Pegnitz mit Vogelfutter und Meisenknödeln bestückt und seit Januar läuft bei uns die Vorstellung “Vogelzirkus”.
Vogelzirkus
Seither haben ich und mein Freund eine bunte Menge Vögel entdeckt und fast alle davon auch fotographiert. Speziell am Dreikönigswochenende habe ich unsere Vögel auch gezählt. Denn an diesem Wochenende lief die Aktion “Stunde der Wintervögel” vom Naturschutzbund Deutschland e.V.. Dabei wurde ganz Deutschland aufgefordert, ihre Vögel am Winterfutter-Vogelhäuschen zu zählen. Unter den Teilnehmenden werden auch ein paar Preise verlost, ich war leider keiner der Glücklichen (Im Mai folgt dann dazu die “Stunde der Gartenvögel”, ich freue mich schon drauf!).
Hier im Blog will ich nun auf unsere gefiederten Gäste eingehen, mit der jeweiligen Häufigkeit bei uns und laut des NABU, einem unserer tollen Bilder, einiger Details zum Verhalten und wenn möglich mit Gesang oder einem Video dazu, geordnet nach der Häufigkeit, in der der Vogel bei uns am Vogelhaus anzutreffen ist.
1.Platz: Die Tannenmeise (Parus ater)
Parus ater
In einer Stunde habe ich ungefähr 12 Tannenmeisen um das Vogelhäuschen schwirren sehen. Auch jetzt im Februar sind sie immer noch unsere häufigsten Gäste.
Bei der Stunde der Wintervögel belegten sie den 22. Platz mit einer Verbreitung in 12,33% aller Beobachtungsorte und mit 0,13 mehr gesichteten Vögeln pro Garten.
Bei uns am Waldhaus hopsen die meisten Tannenmeisen zwar nicht auf einer Tanne, aber auf einer Fichte umher und warten auf den nächsten möglichen Zeitpunkt, im Vogelhaus Sonnenblumenkerne zu ergattern. Die Meisenknödel werden seltener angeflogen.
Das wichtigste Merkmal, das eine Tannenmeise auszeichnet (insbesondere im Vergleich mit der Sumpfmeise), ist die doppelte, weiße Flügelbinde, die man hier auf dem Foto gut sieht. Außerdem ist der Kopf schwarz-weiß gestreift und erinnert ein bisschen an einen Dachs.
Mehr Informationen zur Lebensweise und ihren Gesang findest Du hier.
2. Platz: Die Schwanzmeise (Aegithalus caudatus – caudatus und europaeus)
Aegithalus caudatus
Bei uns: 10-20 Schwanzmeisen beider Unterarten, da sie mittlerweile weitergezogen sind, habe ich sie auf Platz 2 gesetzt.
NABU: Platz 13, in 11,77% aller Gärten vertreten, 0,20 Vögel pro Garten mehr als 2012.
Wie der Gattungsname schon verrät, gehört die Schwanzmeise nicht zu den echten Meisen. Die Schwanzmeisen kamen anfangs nur einzeln bei uns an, und nutzten dabei eigentlich ausschließlich die Meisenknödel. Irgendwann hatten wir dann einen ganzen Schwarm bei uns von mindestens 20, vielleicht auch 30 Tieren, die etwa zwischen 9 und 10 schwarmartig über das Waldhaus herunterkamen. Die meisten hockten sich auf unsere Sträucher. Die fetthaltigen Meisenknödel und –kringel wurden ebenfalls schwarmartig überfallen und zu mehreren genutzt.
Weitere Informationen zur Lebensweise findet Du hier.

Ein Video von mir von und mit der Schwanzmeise in Aktion

3. Platz: Die Haubenmeise (Parus cristatus)
Parus cristatus
Bei uns: ~8 Haubenmeisen
NABU: Platz 28, in 10,29% aller Gärten vertreten, 0,06 Vögel pro Garten mehr als 2012
Bei uns sucht die Haubenmeise ihr Futter am liebsten am Boden unter den Vogelhäuschen und hüpft auch gerne im bodennahen Gestrüpp umher. Das Vogelhäuschen selbst wird auch hin und wieder besucht, die Meisenknödel seltener. Auch die Fichte wird hin und wieder besucht. Die Haubenmeise ist schier unverwechselbar durch ihre Federhaube, die übrigens auch eingeklappt werden kann. Hier gibt es noch ein paar Details zur Lebensweise.

Und so singt die Haubenmeise

4. Platz: Die Kohlmeise (Parus major)
Parus major
Bei uns: ~6 Kohlmeisen
NABU: Platz 1, in 93,41 aller Gärten vertreten, 1,49 Vögel pro Garten mehr als 2012.
Die Kohlmeise ist auch bei uns sehr häufig zu sehen. Am meisten entdeckt man sie auf den Meisenknödeln, von denen aus sie gerne auch noch einen Hopser ins Vogelhäuschen tut. Wenn sie in der Nähe ist und nicht gerade am futtern ist, hält sie sich am liebsten in den höheren Zweigen der Laubbäume auf. Auf dem Bild ist ein Männchen zu sehen, was man daran erkennt, dass der schwarze Kielstreifen sehr deutlich und breit ist.
Weitere Informationen zur Lebensweise und zum Gesang findest Du hier.
5. Platz: Die Sumpfmeise (Parus palustris)
Parus palustris
Bei uns: ~4 Sumpfmeisen
NABU: Platz 24, in 12,42 aller Gärten vertreten, 0,04 Vögel pro Garten mehr als 2012.
Die Sumpfmeise wartet bei uns am liebsten mit den Tannenmeisen in der Fichte auf die nächste Anflugmöglichkeit, oder, wie auf dem Bild, auf dem langen Zweig mit den Meisenknödeln.  Die häufigere Sumpfmeise ist schwer zu unterscheiden von der sehr ähnlichen Weidenmeise. Ein guter Hinweis ist dabei allerdings der Kinnfleck (auch schon scherzhaft als Hitlerbärtchen bezeichnet), bei der Weidenmeise ist dieser nämlich ein gutes Stück breiter als hier auf dem Bild.
Weitere Informationen zur Lebensweise findest Du hier.

Im Video sind, trotz Titel, Sumpfmeisen zu hören und zu sehen

Platz 6 bis 10 gibt es hier!
Bleib uns/mir gewogen Zwinkerndes Smiley

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