Mit Labkraut Käse machen, das Experiment

17.6.2014
Ich gehe durch die Heide nach hause und entdecke am Wegrand Galium verum, das Echte Labkraut.

Mir fällt wieder ein, dass ich seit bestimmt drei Jahren ausprobieren will, ob es stimmt, dass man mit Labkraut Milch zu Käse machen kann. Ich rupfe mir eine gute Handvoll ab und stecke das Kraut in eine Seitentasche meines Rucksacks. Beim Einkaufen kaufe ich alles mögliche, aber keine Milch.

18.6.2014

Abends packe ich meinen Rucksack um. In der Seitentasche entdecke ich das bereits getrocknete Labkraut. Mir fällt außerdem ein, dass ich immer noch keine Milch gekauft habe. Verdammt, es ist auch schon weit nach 22:00 Uhr. Ich lege es auf den Küchenschrank und nehme mir ganz fest vor, morgen Milch zu kaufen.

19.6.2014

Erst auf dem Weg nach hause, als ich wieder am Labkraut vorbeigehe, fällt mir ein, dass ich nochmal einkaufen muss. Dieses Mal kaufe ich wirklich auch Milch (außerdem Balsamico, Kochwein, und Aufback-Ciabatta für die Trüffelkäseschnittchen für meine Kommilitonen). Zuhause stecke ich den getrockneten Galium direkt in ein Teesieb, es müssen so 10-20g gewesen sein und lasse das ganze erst einmal kalt ziehen. Vielleicht klappt es ja schon so. So lange koche und genieße ich Möhrenbandnudeln.

Nach zwei Stunden sieht die Suppe immer noch so aus wie vorher. Hmm. Zu wenig? Hat die Trocknung die Enzyme beschädigt? Oder fehlt es nur an Wärmeenergie, um den Prozess in Gang zu setzen?

Ich überprüfe letzteres, indem ich die Milch auf die Kochplatte stelle und erwärme. Kochen lassen will ich die Milch nicht, sonst gerinnt ein Teil Eiweiß ja aus ganz anderen Gründen.

Fazit nach weiteren 30min warm stehen:

Die Milch ist immer noch flüssig-einheitlich. Sie hat sich gaaaanz leicht ins gelbe verfärbt, so leicht, dass ein Bild davon trotz steigerbarer Ästhetik überflüssig wäre. Wenn ich noch einmal einen halben Liter Milch für die Wissenschaft opfern will, versuche ich es mit frischem Kraut und etwas größeren Mengen.
Aber immerhin ist diese Milch hier noch angenehm warm und hat ein bisschen Heuaroma.

Prost!

Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. es gibt leider nirgendwo wirklich angaben, was man für mengen braucht um aus milch – hier ist die frage welche, also wohl Frischmilch, Vollmilch, aber nur pasteurisierte nicht H-Milch (andere sagen da anderes..) – und frischem oder getrockneten Labkraut – und welcher menge -käse machen kann!man weiss eigentlich nur, dass man früher soetwas gemacht hat- und irgendwie muss es ja funktionieren!du erinnerst dich sicherlich mal an alte bücher, wo man Kochrezepte aufgeschrieben hat: damals waren die leute nicht nur maulfaul – sondern auch zu den mengen steht da eh nichts wirkliches drin!also bleibt: probieren!ich will das mal probieren- mit frischer vollmilch- und getrockneten Labkraut, das man im kräuterhandel bekommt!das soll gehen- mit frischem Labkraut – mit getrocknetenen und auch mit eienr art tee aus Labkraut! du hast wahrscheinlich nur die blüten genommen: das reicht wohl nicht!entweder weder der menge- oder weil es halt nur die frage ist, wo die benötigten Stoffe zum dicklegen der milch in der pflanze denn nun sitzen!das aus dem kräuterladen- sind pflanzenteile- ohne die blüten- dennoch soll es damit gehen!und zum anderen möchte ich samen von echtem Labkraut ausäen und damit eine Topfpflanze selbst anziehen: wer weiss- wozu das noch nützlich ist!

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