Traum #1

Ich bin mit einem kleinen Mädchen unterwegs für das ich mütterliche Zuneigung empfinde. In einem kleinen Reisebus mit mehreren Personen, in einem Kriegsgebiet. Die anderen Leute kann ich nicht richtig leiden bis auf eine Person, die wahrscheinlich mein Lebenspartner ist. Der Bus fährt auf einem Schotterweg. Das kleine Mädchen fragt mich, warum Menschen sterben müssen, kurz zuvor war ihre Mutter gestorben. Ich antworte „Das ist nun einmal so. Aber wir zwei, wir sind unsterblich, du und ich!“ Ich drücke ihr auf die Nase und sage „Möööp“. Das Mädchen lacht. Dabei sieht man ihre süßen Hasenzähnchen aufblitzen. Die anderen Mitreisenden schmunzeln ebenfalls. Plötzlich fallen Geschosse von Himmel. Ob es Meteoriten oder Raketen sind ist unklar. Die Geschosse ziehen einen rauchigen Schwaden hinter sich her und versprühen Funken und Erde beim Aufprall auf den Boden. Um uns herum sind weitere Leute in militärisch anmutenden Vehikeln unterwegs. Der Busfahrer verlässt panisch den Feldweg und fährt fortan mit Vollgas über eine hügelige Wiese. Immer wieder muss er neuen Geschossen ausweichen, die neben ihm dann aufprallen und explodieren. Bei einem muss er so stark einlenken, dass er die Kontrolle über den Wagen verliert, so dass dieser ausbricht und zuletzt auf die Seite fällt und liegen bleibt. Die Reifen drehen sich immer noch, als die Insassen aus der zum Glück oben zu liegen gekommenen Schiebetür herauskriechen. Die Attacken aus dem Himmel haben unterdessen nicht aufgehört. Ich nehme das Kind auf den Rücken, sage „Mach die Augen zu, dann wird alles gut!“ und rufe den anderen zu „LAUFT!“. Aber diese stehen alle unter Schock oder einer Art Massenhypnose und bewegen sich nicht vom Fleck. Stattdessen starren sie stumm und ausdruckslos zum Himmel. „Was ist los mit euch?! Lauft endlich!!“ Ich sehe ein Geschoss genau auf mich und die Gruppe zufliegen und laufe so schnell ich kann. Als der Knall des Aufpralls an mein Ohr dringt, drehe ich mich noch einmal kurz um. Das Mädchen schreit vor Schreck hell auf. Wie in Zeitlupe sehe ich noch kurz das runde, beim Aufprall Funken sprühende Geschoss, wie unsere Mitreisenden immer noch wie gebannt auf genau dieses Geschoss starren. Dann explodiert es. Schrapnellstücke flirren durch die Luft. Die Gruppe wird geradezu zerhäckselt. Ich werde Zeuge, wie mein Liebster von einem Stück geköpft wird. Dem Zusammenbruch nahe, aber mir gewahr, dass der Beschuss immer noch weitergeht, drehe ich mich um und renne weiter. Tränen laufen mir übers Gesicht, das kleine Mädchen wimmert auf meinem Rücken an dem sie sich fest klammert. Im Hintergrund hören wir noch immer das Aufprallen der Geschosse. Ich renne bis ich an einen Waldrand komme. Sobald ich im Schatten der Bäume angekommen bin, breche ich zusammen. Bevor ich aufwache erlebe ich im Zeitraffer, wie ich die nächsten zehn Jahre das kleine Mädchen im Wald aufziehe. Wir leben wie Wilde aber wir sind glücklich.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.